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Offenbach eine Zeltunterkunft für Flüchtlinge / Bürgerversammlung am kommenden Freitag

Aufgrund der weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen richtet das Land Hessen bis zum kommenden Wochenende eine temporäre Unterkunft für asylsuchende Personen in der Stadt Offenbach am Main für bis zu 450 Menschen ein. Geplant ist, wie der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute in Wiesbaden informiert hat, eine Unterbringung in Zelten auf der knapp 10.000 Quadratmeter großen Fläche „Im Eschig“ an der Mühlheimer Straße. Das Grundstück befindet sich an einem überwiegend von Gewerbe geprägten Standort, ist in städtischem Besitz und verfügt bereits über die notwendige Infrastruktur wie Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung. Der Betrieb der Einrichtung liegt in der Verantwortung des Landes Hessen und wird vom Regierungspräsidium Darmstadt organisiert. Das Land hat bereits zugesagt, sämtliche bei der Stadt Offenbach anfallende Kosten zu übernehmen.

Bereits in den vergangenen Tagen sind zahlreiche E-Mails mit der Absicht helfen zu wollen im Rathaus eingegangen. Da ein großer Informationsbedarf nicht nur unter den Akteuren, sondern auch in der Bevölkerung besteht, lädt die Stadt Offenbach bereits für kommenden Freitag, 4. September, 17 Uhr zu einer Bürgerversammlung in die Gemeinde Heilig Kreuz (Am Wiesengrund 40) in Waldheim ein. Außerdem ist bereits ab Mittwoch, 2. September, ein Bürgertelefon der Stadt unter der Rufnummer 069 840004-375 eingerichtet, an das sich Bürgerinnen und Bürger montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr mit Fragen und Unterstützungsangeboten wenden können. Alternativ steht die E-Mail-Adresse fluechtlingshilfe@offenbach.de zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet auf www.offenbach.de/fluechtlinge.

Der Hessische Sozialminister ergänzte: „Wir unterstützen von Seiten des Landes die Städte und Gemeinden zuverlässig und mit großem Engagement. Wir haben als Land bereits viel geleistet, indem wir im Rahmen des Maßnahmenpaketes Asyl aus dem September 2014 in nur wenigen Monaten neue Liegenschaften für Unterbringungen finden und belegungsbereit machen konnten. Dazu zählen Neustadt (seit Mai belegt), Rotenburg (Belegung seit August), Büdingen (Belegung im Herbst), Kassel-Niederzwehren, Hanau, Fulda und etwa 80 weitere Standorte, die in Hessen in Prüfung sind. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass es nicht einfach ist, geeignete Gebäude zu finden. Und nach der neuen Prognose müssen wir etwa 58.000 Menschen unterbringen. Dafür werden wir mit aller Kraft alles tun. Bis zum Winter wollen wir 13.000 neue Plätze geschaffen haben. Wir werden in Kasernen unterbringen, und wollen auch Containerlösungen, Traglufthallen oder Holzhausbauweisen nutzen.“ (hlwa)

 


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